Neuropsychologische Ambulanz

Sektion Neuropsychologie mit neuropsychologischer Ambulanz

 

Leitung
PD Dr. Sandra Verena Müller
Psychologische Psychotherapeutin
Klinische Neuropsychologin & Supervisorin GNP

 

Mitarbeiterinnen
Dipl.-Psych. Verena Bittner
Dipl.-Psych. Christiane Claus-Seeger
Dipl.-Psych. Kati Schwiecker

 

Patienten- und Angehörigeninformationen Flyer (PDF)

 

Zertifizierte Weiterbildungseinrichtung

 

Als Institution zur Weiterbildung in Klinischer Neuropsychologie werden von der GNP Einrichtungen anerkannt, die regelmäßig eine neuropsychologische Versorgung ihres Klientels betreiben und neben der Erfüllung anderer weiterer Kriterien einen zur Weiterbildung ermächtigten Klinischen Neuropsychologen/in GNP beschäftigen.

 

http://www.gnp.de/html/ausundweiterbildung/weiterbildungsinstitutionen/index.php

 

Kooperationen
Dr. Markus Ebke, Zentralklinikum Bremen Mitte, Akutneurologie
Prof. Dr. Dr. Manfred Herrmann, Zentrum für Kognitionswissenschaften
Prof. Dr. Helmut Hildebrandt, Carl-von-Ossietzky Universität Oldenburg
Prof. Dr. Georg Kerkhoff, Lehrstuhl für klinische Neuropsychologie, Universität des Saarlandes
Prof. Dr. Thomas Münte, Lehrstuhl für Neuropsychologie, Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg

 

Thema
Die Sektion Neuropsychologie mit Neuropsychologischer Ambulanz ist spezialisiert auf die Diagnostik und Behandlung von hirngeschädigten Patienten mit Störungen des Gedächtnisses, der Aufmerksamkeit, der visuellen Wahrnehmung, der Handlungsplanung und -organisation, des Verhaltens, der Persönlichkeit sowie des emotionalen Erlebens.
Solche psychischen Störungen treten häufig nach Schlaganfällen, Schädelhirnverletzungen, Hirntumoren, entzündlichen Erkrankungen des Gehirns und andern neurologischen Erkrankungen aber auch bei progredienten Erkrankungen wie Demenzen oder Morbus Parkinson auf.

 

Klinische Aufgaben
Wir diagnostizieren die Patienten, bei denen Hinweise auf kognitive Defizite bestehen, die stationär aufgenommen wurden ebenso wie Patienten aus den Spezialsprechstunden, wie beispielsweise der Parkinson Sprechstunde oder der Gedächtnissprechstunde
Ein besonderer Schwerpunkt der Sektion Neuropsychologie ist die Diagnostik von Demenzen, d.h. die Abgrenzung zur Depression, die Abgrenzung zum Mild Cognitive Impairment (MCI), die Differentialdiagnostik der Demenzen und Einschätzung des Schweregrades sowie die Beobachtung des Verlaufs. Ein weiterer Schwerpunkt ist das prä- und postoperative neuropsychologische Untersuchen von Patienten, die eine Tiefenhirnstimulation vornehmen lassen.

Die neuropsychologische Ambulanz bietet darüber hinaus eine ambulante neuropsychologische Behandlung für hirngeschädigte Patienten an. Hier werden Jugendliche und Erwachsene, die ein Schädel-Hirn-Trauma, einen Hirninfarkt oder eine Hirnblutung erlitten haben, behandelt. Ebenso können Personen, die Folgezustände nach neurochirurgischen Operationen (z.B. Tumoroperationen), Hypoxien, degenerative und stoffwechselbedingte Erkrankungen des Gehirns, Epilepsien, Multiple Sklerose oder die Parkinson-Krankheit aufweisen, behandelt werden.

 



Wissenschaftliche Studien belegen seit langem, dass Hirnschädigungen und ihre Folgen erhebliche Auswirkungen auf das Leben der Betroffenen haben und häufig eine soziale und berufliche (schulische) Re-Integration erschweren bzw. verhindern. Dieses hängt insbesondere mit neuropsychologischen Störungen wie z.B. mangelnde Flexibilität, unrealistische Selbsteinschätzung, mangelnde psychophysische Belastbarkeit sowie mit einer längeren Rekonvaleszenz als bei anderen Erkrankungen zusammen und führt dazu, dass unbehandelt nur ein geringer Anteil dieser Patienten ins alte Berufsfeld zurückfindet. Mit gezielter neuropsychologischer Therapie und neuropsychologischer Beleitung bei beruflicher Wiedereingliederung lässt sich die Prognose für diese Patientengruppe deutlich verbessern.

 

Die Angebote der Sektion Neuropsychologie auf einen Blick

  • Demenzdifferentialdiagnostik
  • Erstellung von neuropsychologischen Gutachten für Versicherungen, Gerichte und Berufsgenossenschaften
  • Neuropsychologische Diagnostik und Therapieplanung
  • Neuropsychologische Therapie bei Störungen des Gedächtnisses, der Aufmerksamkeit, der visuellen Wahrnehmung usw.
  • Begutachtung und Diagnostik bei Einschränkung der Fahreignung
  • Begleitung bei beruflicher Wiedereingliederung
  • Neuropsychologische Supervision
  • Neuropsychologische Fort- und Weiterbildung (Wir sind eine zertifizierte Einrichtung zur Weiterbildung in klinischer Neuropsychologie


Forschung


Wir beteiligen uns an verschiedenen wissenschaftlichen Forschungsaktivitäten der Klinik und an multizentrischen Pharmastudien. Darüber hinaus initiieren wir eigene Forschungsaktivitäten wie beispielsweise eine Evaluationsstudie zum Trainingserfolg eines kombinierten motorischen und kognitiven Trainings bei MCI Patienten oder eine Studie zur Recognitionsleistung als Unterscheidungsinstrument von Alzheimer Patienten von anderen Demenzformen. Weitere Dissertationen befinden sich in Planung.
Darüber hinaus werden Diplomarbeiten zum Thema „Kriterien zur Prognose des Neglekts  in der Akutneurologie“ und zum Thema „Kognitive Defizite und psychische Belastungen bei Patienten mit Morbus Parkinson“ betreut

 

Ausgewählte Publikationen

 

Journal Articles

 

Hildebrandt, H, Brokate, B, Fink, F, Müller, SV, Eling, P (2008). Impaired stimulus-outcome, but preserved stimulusresponse shifting in young substance dependent individuals. Journal of Clinical and Experimtenal Neuropsychology, iFirst, 1-10.

Pallares, J, Müller, SV, Münte, TF (2007). Decision on Learning by doing: an fMRI study of feedback-related brain activations. Neuroreport, 18, 1423-1426.

Müller, SV (2007). EbM und Wirksamkeit in der klinischen Neuropsychologie: Status Quo und Perspektiven. Zeitschrift für Neuropsychologie, 18, 61-68.

Heindorf, R, Müller, SV, Zieger, A (2007). Evidenzbasierung in der neurologischen Frührehabilitation mit Kindern und Jugendlichen. Zeitschrift für Neuropsychologie, 18, 29-41.

Müller, SV, Specht, A, Klaue, U, Schulz, P (2007). Neuropsychologie in der beruflichen Rehabilitation: ein neues Interventionsfeld? Die Rehabilitation, 46, 93-101.    

 

Book and book chapters

 

Müller, SV, Münte, TF (2009). Exekutivfunktionen. In: W Sturm, M Hermann, TF Münte (Hrsg.): Lehrbuch der klinischen Neuropsychologie. 2. Aufl., Heidelberg: Spektrum Akademischer Verlag, 480-499.

Müller, SV, Bengel, J (2009). Evidenzbasierte klinische Neuropsychologie: Qualitätsmanagement und Evaluationsforschung. In: W Sturm, M Hermann, TF Münte (Hrsg.): Lehrbuch der klinischen Neuropsychologie. 2. Aufl., Heidelberg: Spektrum Akademischer Verlag.

Müller, SV (2008). Ratgeber Exekutive Dysfunktion. Schulz-Kirchner, Idstein: Verlag.

Müller, SV (2008). Diagnostik und Therapie von exekutiven Dysfunktionen. In: C. Diener (Hrsg.) 4. überarbeitete Auflage, Leitlinien für Diagnostik und Therapie in der Neurologie. Stuttgart: Thieme Verlag.

Müller, SV, Harth, S., Klaue, U. (2008). Dann mache ich mir einen Plan! – Therapiematerialien zum planerischen Denken. Verlag modernes lernen.

Müller, SV, Münte, TF (2008). Dysexekutives Syndrom. In: M Hermann, S Gauggel (Hrsg.): Handbuch der Bio- und Neuropsychologie. Göttingen: Hogrefe, 496-505.