NEUROONKOLOGIE

Leiter:

 

Prof. Dr. med. Jürgen Voges

 

In der Universitätsklinik für Neurologie wird gemeinsam mit dem Leibniz-Institut für Neurobiologie Magdeburg eine Abteilung für Stereotaktische Neurochirurgie betrieben. Gerade mit Blick auf die Frühdiagnose und Therapiestratefizierung liefern stereotaktische Biopsien wesentliche Informationen, um die Langezeitprognose bei Hirntumoren zu verbessern.

 

Methodik:


Die Stereotaxieplanung basiert auf intraoperativ unter stereotaktischen Bedingungen durchgeführte CT-Untersuchungen. In diesen Datensatz werden mittels Bildfusion MR-Daten, die vor dem Eingriff unter nichtstereotaktischen Bedingungen generiert wurden, integriert, so dass zur Stereotaxieplanung ein nahezu verzerrungsfrei abbildender, stereotaktischer MR-Datensatz genutzt werden kann. Durch die enge Kooperation zwischen Klinikern, Chirurgen, Pathologen und Neuroradiologen wird die Sicherheit erhöht, zu aussagekräftigen Befunden zu gelangen.

 

Voraussetzungen:

 

  • Ein oder mehrere plausible Verdachtsdiagnosen, die mit weniger invasiven Methdoden nicht bestätigt werden können.
  • Aus der Kenntnis einer genauen Diagnose verändert sich das therapeutische Vorgehen für den Patienten erheblich.
  • Eine mikrochirurgische Operation ist nicht angezeigt.

 

Forschung und Therapie:

 

Als Forschungsgeräte stehen mehrere Hochleistungs-MRT (1.5, 3 und 7-Tesla) für die anatomische und spektroskopische Bildgebung des menschlichen Gehirns sowie ein Kleintier-MRT (4.7-Tesla) zur Verfügung. Mit Hilfe der hochauflösenden NMR-Spektroskopie (14.1-Tesla) werden Metabolitenzusammensetzung und Pharmakoeinflüsse in kleinsten Gewebeproben aus verschiedenen Hirnarealen untersucht. Es handelt sich dabei um Projekte, die sich mit den molekularen Mechanismen der Tumorgenese und tumorspezifischen Stoffwechselprodukten beschäftigen. Ziel dieser Untersuchungen ist es, bei Hirnturmoren durch die Identifizierung und Charakterisierung neurochemischer Prozessmarker die Frühdiagnose und Therapiestratefizierung und damit die Langzeitprognose zu verbessern. Invasive radiochrirurgische Maßnahmen (I-125-Seeds) runden das therapeutische Angebot ab.

 

Literatur

 

  • Jenkinson MD, Smith TS, Joyce KA, Fildes D, Broome J, du Plessis DG, Haylock B, Husband DJ, Warnke PC, Walker C. Cerebral blood volume, genotype and chemosensitivity in oligodendroglial tumours. Neuroradiology 2006; in press
  • Walker C, Haylock B, Husband D, Joyce KA, Fildes D, Jenkinson MD, Smith T, Broome J, du Plessis DG, Warnke PC. Clinical use of genotype to predict chemosensitivity in oligodendroglial tumors. Neurology 2006; 6(11):1661-7.
  • Jenkinson MD, du Plessis DG, Smith TS, Joyce KA, Warnke PC, Walker C. Histological growth patterns and genotype in oligodendroglial tumours: correlation with MRI features. Brain 2006; 129:1884-91.
  • Jenkinson MD, Smith TS, Joyce K, Fildes D, du Plessis DG, Warnke PC, Walker C. MRS of oligodendroglial tumors: correlation with histopathology and genetic subtypes. Neurology 2005; 64:2085-9.
  • Walker C, du Plessis DG, Joyce KA, Fildes D, Gee A, Haylock B, Husband D, Smith T, Broome J, Warnke PC. Molecular pathology and clinical characteristics of oligodendroglial neoplasms. Ann Neurol. 2005; 57:855-65.

 

Kontakt:

Otto-von-Guericke-Universität

Universitätsklinik für Neurologie

und Universitätsklinik für Stereotaktische Neurochirurgie
Universitätsklinikum Magdeburg A.ö.R
Leipziger Str. 44
39120 Magdeburg,

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