KOOPERATIONEN
Die Universitätsklinik für Neurologie unterhält zahlreiche Forschungskooperationen mit nationalen und internationalen Gruppen, darunter folgende Labors:

National

Institut für Instrumentelle Analistik, Universität Bremen (Prof. Leibfritz). Diese Gruppe konzentriert sich auf MR-Technologie einschließlich Datennachverarbeitung. Mit ihrer Expertise unterstützt sie die Entwicklung funktioneller und spektroskopischer MR-Messverfahren für Hochfeldanwendungen (insbesondere 4.7T und 7T).

Klinik für Epileptologie, Universität Bonn (Prof. Elger )Die Kooperation mit dieser Gruppe ist eingebettet in den Transregio SFB "Temporallappenepilepsie" (DFG-Förderung). In diesem Kontext kombinieren beide Seiten ihre Expertise um den Einfluss der Epilepsie auf mentale Prozesse und auf den Hirnmetabolismus zu untersuchen. Darüber hinaus wird mit verschiedenen nichtinvasiven Messverfahren (EEG, MEG, fMRI) Hirngewebe in vitro mittels Ultrahochfeld MR-Spectroskopie untersucht.

Institut für Psychologie, Universität Konstanz (Prof. Elbert) Mittels MR-Spectroskopie werden mögliche Veränderungen des Stoffwechsels in hippocampalen und frontalen Hirnstrukturen bei Patienten untersucht, die unter posttraumatischer Stresserkrankung leiden.

Klinik für Neurologie, Universität Mainz (Prof. Dieterich) In diesem Kooperationsprojekt wird das vestibuläre System des Menschen mit ereigniskorrelierten magnetischen Feldern untersucht.

Institut für Medizin, Forschungszentrum Jülich (Prof. Zilles) Unsere Klinik betreibt gemeinsam mit Jülich ein "Virtuelles Institut", das PET basierende Untersuchungen der zeitlichen Dynamik von Neurotransmittern zum Thema hat, die an mentalen Prozessen, insbesondere Belohnung und Gedächtnis, beteiligt sind.

Max-Planck-Institut für Bildungsforschung (Dr. Lövden) In dieser Kooperation untersuchen wir mittels funktionellem, strukturellem und spektroskopischem MR altersbedingte Veränderungen neuraler Prozesse.

Klinikum Bremen-Mitte Im Rahmen dieser Kooperation geht es darum den Einfluß der Tiefen Hirnstimulation bei Parkinson und Dystonie Patienten auf die emotionalen und kognitiven Fähigkeiten zu erforschen. Die Arbeit ist eingebettet in die Kooperation Magdeburg - Bremen im Rahmen des Centers for Cognitive, Emotional and Clinical Neurosciences CECN.

Im Jahr 2007 wurde die "Berlin school of mind and brain" an der Berliner Humboldt- Universität eröffnet. Die Graduiertenschule bietet Programme für Doktoranden auf dem Gebiet der Neurowissenschaften an. Die Universitätsklinik für Neurologie ist als Wissenschaftseinrichtung beteiligt. Die Schule wird aus der Exzellenzinitiative von Bund und Ländern gefördert.

Der  DZNE (Deutsches Zentrum für Neurodegenerative Erkrankungen in der Helmholtz- Gemeinschaft) Standort in Magdeburg  bestehend aus der Otto-von Guericke- Universität Magdeburg, dem Universitätsklinikum Magdeburg und dem Leibniz Institut für Neurobiologie ist eines der acht Standorte des DZNE, der mit weiteren Standorten in Bonn, Dresden, München, Tübingen, Rostock/Greifswald und Witten in einem translationalen Auftrag kooperiert. (Pressemitteilung)

International

Institute of Cognitive Neuroscience (ICN), University College of London UK (Prof. Driver). Dieses Projekt untersucht multimodale (auditorisch-visuell) Aufmerksamkeitsprozesse mit fMRI und EEG/MEG.

Functional Imaging Lab (FIL), University College of London UK (Prof. Dolan) Prof. Düzel aus unserer Klinik hat eine eigene Arbeitsgruppe am FIL. Zusammen mit Londoner Kollegen führt er fMRI-Experimente durch, um Interaktionen zwischen Emotion, Gedächtnis und Belohnung sowie deren Bezug zu dopaminergen Hirnstrukturen zu analysieren.

Center for Neuroscience, Duke University, North Carolina (Prof. Woldorff) In dieser Kooperation analysieren wir visuelle und auditorische Aufwerksamkeits- und Selektionsprozesse. Außerdem werden neue Auswerteverfahren für fMRI und EEG-/MEG-Daten entwickelt.

Center for Neuroscience, UCSD/California (Prof. Hillyard) Es werden objektbasierte räumliche Aufmerksamkeitsprozesse bei gesunden Erwachsenen und bei Patienten analysiert.

Rotman Institute, University of Toronto/Canada (Tulving) Prof. Tulving berät uns bei Experimenten, in denen Funktionen und Interaktionen von Hirnstrukturen untersucht werden, die in Gedächtnis-enkodierungs- und abruf-prozessen involviert sind.

Department of Computer Science & Engineering, University of York, Toronto/Canada (Tsotsos) Prof. Tsotsos hat algorithmische Modelle zur Beschreibung elementarer visueller Aufmerksamkeitsprozesse entwickelt. Wir arbeiten mit ihm an der Evaluierung dieser Modelle anhand von MEG-Experimenten und leiten daraus Hypothesen für den Entwurf neuer Experimente ab.

UC Davis/Californien (Prof. Luck, Prof. Mangun) Die Gruppe um Prof. Mangun befasst sich seit langem mit der Analyse visueller Aufmerksamkeit. Gemeinsam entwerfen wir neue MEG- und fMRI-Experimente, die die Hierarchie, Richtung und Stärke der an diesen Prozessen beteiligten Bahnen analysieren sollen.