sektion Experimentelle Neurologie

Leitung


Prof. Dr. med. Mircea Ariel Schoenfeld

 

Mitarbeiter


Dr. med. Christian Stoppel
Dr. med. Matthias Wachter
Dipl. Neurobiol. Stefanie Kau
Dipl. Neurobiol. Antje Buschschulte
Christian Merkel
Cand. med. Tobias Padberg
Cand. med. Johanna Vieth
Cand. med. Robert Schlichthaar

 

Kooperationen


Prof. Jens-Max Hopf (Abteilung Kognitive Neurophysiologie, Universität Magdeburg)
Prof. Thomas Münte (Institut für Psychologie II, Universität Magdeburg)
Prof. Jürgen Voges (Klinik für Stereotaktische Neurochirurgie, Universität Magdeburg)
Prof. Christoph Herrmann (Institut für Psychologie, Universität Oldenburg)
Prof. Jochen Braun (Institut für Biologie, Universität Magdeburg)
Prof. Thomas Hummel (HNO-Universitätsklinik, Universität Dresden)
Prof. Klaus-Peter Hoffmann (Allgemeine Zoologie und Neurobiologie, Universität Bochum)
Prof. Steven Hillyard (UCSD, LaJolla, USA)
Prof. Marty Woldorff (Duke University, Durham, USA)
Prof. Ron Mangun (UC Davis, Davis, USA)
Prof. Yang Jiang (University of Kentucky, USA)
Prof. Emrah Düzel (Institute for Cognitive Neuroscience, University College London)

 

Thema

 

Die Arbeit der Abteilung hat zwei Schwerpunkte. Ein Ziel ist die Charakterisierung der neuronalen Mechanismen, die menschlichen Wahrnehmungsprozessen zu Grunde liegen. Dabei werden perzeptuelle und kognitive Prozesse in verschiedene sensorische Funktionssysteme untersucht, wobei der Schwerpunkt auf die Verarbeitung bewegter Reize im visuellen System liegt. Vom besonderen Interesse sind hierbei die Selektionsmechanismen, die notwendig sind um relevante von nicht relevanten Informationen zu trennen. Dazu kombinieren wir moderne bildgebende räumlich hochauflösende Verfahren wie Hochfeld-MRT und fMRT mit zeitlich hochauflösenden elektrophysiologischen Verfahren wie EEG und MEG (Abb.1). Die Forschung der letzten Jahre hat gezeigt, dass es sowohl zwischen den einzelnen Mechanismen innerhalb einer Modalität als auch zwischen den Modalitäten sowohl räumliche als auch zeitliche Unterschiede gibt.

 

Ein weiterer Schwerpunkt unserer Arbeitsgruppe ist die Untersuchung neurophysiologischer Kompensations- und Restaurationsmechanismen nach Läsionen des zentralen Nervensystems. Dabei interessieren wir uns sowohl für einseitige ischämische oder traumatische Läsionen wie beispielsweise beim Schlaganfall oder Schädel-Hirn-Trauma, als auch für degenerative Läsionen bei neurologischen Erkrankungen wie Amyotrophe Lateralsklerose, Multiple Sklerose, M. Parkinson oder M. Alzheimer (siehe Abb. 2). Auch hier ist unser Ansatz, die räumlich-zeitlichen neurophysiologischen Korrelate von Kompensations- und Reorganisationsprozessen mittels multimodaler Bildgebung darzustellen.

 

 

Abb. 1:

 

Die Abbildung zeigt die topographische Verteilung der elektrischen und magnetischen Felder im Zeitbereich der durch Bewegungsonset ausgelösten N1-Komponente (links), sowie die Ergebnisse der Quellenanalyse mit Dipolen und mit einem Model mit verteilten Quellen (L2 minimum norm) (mitte). Rechts sind fMRT Aktivierungen hervorgerufen durch den exakt gleichen Stimulus gezeigt. Das hohe Maß an Übereinstimmung zwischen den hämodynamischen Aktivierungen (hohe räumliche Auflösung) und den davon unabhängig modellierten Quellen (hohe zeitliche Auflösung) erlaubt die Kombination dieser Verfahren.

 

 

Abb. 2:

 

Die Abbildung zeigt das Ergebnis eines Vergleichs zwischen Patienten mit einer beginnenden Alzheimer Erkrankung und gleichaltrigen Normalprobanden mittels Voxel-basierter Morphometrie (VBM) auf magnetization transfer (MT) Aufnahmen. Es imponiert vor allem der Substanzverlust mediotemporal.

 

 

Kontakt

 

Otto-von-Guericke-Universität

Universitätsklinik für Neurologie

und Universitätsklinik für Stereotaktische Neurochirurgie

Universitätsklinikum Magdeburg A.ö.R

Leipziger Str. 44

39120 Magdeburg

Deutschland

 

Tel: (0391) 6117-530